Contradict

Ein Film von Peter Guyer und Thomas Burkhalter

Content

Regie & Besetzung

RegiePeter Guyer und Thomas Burkhalter
Drehbuch 

Peter Guyer und Thomas Burkhalter

Mit

M3NSA,
Wanlov The Kubolor,
Adomaa, Worlasi, Akan, Mutombo Da Poet, Poetra Asantewa




Inhalt / Synopsis

Zwei Freunde sammeln in den Strassen Accras Geld für Amerika: Spass, politische Provokation oder Prophezeiung? Zwei Schweizer Filmemacher gehen diesen Fragen gemeinsam mit sechs Musikerinnen und Musikern aus Ghana auf den Grund: M3nsa, Wanlov The Kubolor, Adomaa, Worlasi, Akan, Mutombo Da Poet and Poetra Asantewa haben für «Contradict» eigens neue Songs geschrieben und Videoclips produziert.

Die Ideen und Trends von morgen entstehen in einer globalisierten Welt dezentraler denn je: Wie sieht man also den Wertewandel unserer Zeit vom afrikanischen Kontinent aus? Wie will man ihm entgegentreten, widersprechen? Und können neue Visionen für die Zukunft neue globale Realitäten werden?

«Contradict» zeigt diese neue Generation von Musikerinnen und Musikern, die auch die postkolonialen Kämpfe ihrer Eltern und Grosseltern mit neuen Mitteln fortführt. Sie produziert dank neuer Software billig und verbreitet ihre Anliegen rasend schnell übers Internet. In ihrer Musik fordert sie eine neue Rolle für Afrika in der heutigen Welt, stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen, bekämpft den Plastikwahn und lehrt ihre Altersgenossen Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Sie sinniert über alternative Lebensstile und neue Karrierewege und widerspricht den Mainstream-Auffassungen von Nachbarn, Ministerinnen und den omnipräsenten Priestern in den zahlreichen Megakirchen.

In der Zusammenarbeit mit den ghanaischen Künstlerinnen und Künstlern wird klar: Wer etwas verändern will, geht auf einem schmalen Grat zwischen Kreativität, Wut, Erschöpfung und Depression. «Contradict» wird so zum dringlichen, humorvollen und fragilen Appell.

 

 

Kinostart

Deutschschweiz: 30. Januar 2020

Romandie: 30. September 2020

Aktuelle Vorstellungen

Brugg, Odeon 23. September 2020

Pully, Cinéma CityClub 26. September 2020

Winterthur, Coalmine 11. November 2020

Pressestimmen

Die Lebenswelt afrikanischer Kulturschaffender ist zwar nur einen Tweet weit weg, und doch weiss man hierzulande wenig darüber, was das intellektuelle und künstlerische Afrika von heute bewegt. Dies macht ein Dokumentarfilm aus Bern deutlich.
(Der Bund, 22.01.2020)

 

Indem die jungen Menschen in Grossmutters Hinterhof Beats produzieren oder auf den Strassen Musikvideos drehen, diskutieren sie nicht nur über die Bedeutung des afrikanischen Kontinents und seine Zukunft, sie be- ziehen eine Position in einer sich global wandelnden Zeit. 
(Vittoria Burgunder, Berner Kulturagenda, 23.01.2020)

 

Der Film stösst zahlreiche Fenster auf und lässt auch einige zerspringen. In den Scherben spiegeln sich Kapitalismus, Social Media, musikalische Kolonialisierung, Plastikwahn, Depressionen, protestantischer Arbeitsethos oder auch Sexroboter
(Saiten, Januar 2020)