Guerra e pace

Ein Film von Massimo D'Anolfi und Martina Parenti

Content

 

Regie

RegieMassimo D'Anolfi, Martina Parenti
DrehbuchMassimo D'Anolfi, Martina Parenti

Inhalt / Synopsis

«Guerra e Pace» erzählt von der mehr als hundertjährigen Beziehung zwischen Kino und Krieg, von ihrer ersten Begegnung 1911 anlässlich der italienischen Invasion in Libyen bis in die Gegenwart.

Ausgehend von den Bildern, die die Pioniere des Kinos aufgenommen haben, führt uns der Film bis zu den heutigen Twitter-Feeds, die gespickt sind von Smartphone-Aufnahmen, die von Menschen auf der ganzen Welt täglich gemacht werden. «Guerra e Pace» ist eine Reflexion über die Kraft dieser Bilder. Wie ein grosser Roman, der in vier Kapitel unterteilt ist – die Ferne Vergangenheit, die Nahe Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft – versucht der Film, die Fragmente unseres visuellen Gedächtnisses von den frühen 1900er Jahren bis heute neu zusammenzusetzen und die Vervielfachung der Visionen sichtbar zu machen, die wie ein ständiges Hintergrundrauschen unser gegenwärtiges Leben begleiten.

Vier wichtige europäische Institutionen strukturieren die Narration des Films und führen uns durch Zeit und Raum. Wir wohnen der Bergung und Restaurierung alter Kriegsfilme am Istituto Luce in Rom bei. Wir erhalten Einblick in die tägliche Arbeit der Kriseneinheit des italienischen Aussenministeriums, welche mit ständig eingeschalteten Monitoren die Übersicht über die Krisenherde unserer Welt zu behalten versucht. Wir folgen jungen französischen Soldatinnen und Soldaten, die im Rahmen ihrer Ausbildung lernen, Kriegsbilder zu produzieren und wir tauchen schliesslich in das wertvolle Archiv des Internationalen Roten Kreuzes ein, welches in der Cinémathèque suisse in Penthaz aufbewahrt wird.

Anhand dieser Orte erzählt «Guerra e Pace», wie die Ästhetik des Krieges, viel mehr als die Ästhetik des Friedens, uns immer begleitet hat und sich in die ephemere Gegenwart, die uns umgibt, reflektiert und projiziert – eine Auseinandersetzung mit den Folgen des Krieges, der Bedeutung von Geschichte und dem Stellenwert der Bewahrung unserer Erinnerung zum Wohle zukünftiger Generationen.

 

aktuelle Vorstellungen

26.11.21, 13h30, Kino Rex Bern

05.12.21, 10h30, Kino Rex Bern, mit anschliessender Diskussion mit dem Berner Kriegsfotografen Alex Kühni

Facts

Produktion: Montmorency Film, Lomotion

Format: DCP 2K

Dauer: 128 Minuten

Originaltitel: Guerra e pace

Sprachversion: Italienisch, Französisch / UT en, it, de, fr